Medellín, Colombia
Nach meinem 6 Stunden verspäteten Flug bin ich auch endlich mal in Medellín
angekommen. Der Tag fliegen war eine Tortur und dazu bin ich dann auch noch
mitten in der Nacht erst angekommen. Zum Glück hat Jana mir die Nummer von Ihrem
Taxifahrer gegeben, welcher mich abgeholt und mir auch noch gleich eine
Sim-Karte verkauft hat. Er war ziemlich nett, nur ist mir direkt aufgefallen wie
wenig spanisch ich verstehe. Als ich dann aber endlich im Hostel angekommen bin,
so gegen 00:30 Uhr, habe ich endlich Jana wieder gesehen und wir haben uns
zuerst einmal in die Lobby gesetzt, um ein bisschen zu talken. Kurze Zeit später
sind wir dann auch direkt ins Bett. Die Verspätung hatte dennoch den Vorteil,
dass ich so gut wie gar keinen Jetlag hatte und wir am nächsten Tag direkt zu
normalen Zeiten die Stadt erkunden konnten. Wir wollten zunächst einmal einen
Markt abchecken und dachten uns, dass wir dort auch easy zu Fuß hinlaufen
könnten, um damit gleichzeitig auch die Stadt zu erkunden. Leider wussten wir
nicht, dass sich dieser Markt in einer etwas unschönen und unsicheren Gegend
befindet. Wir wurden ziemlich oft angesprochen und man hat versucht uns alles
mögliche zu verkaufen. Als wir dann durch eine Straße mussten, in der wirklich
nur Obdachlose am Straßenrand geschlafen haben und einige Prostituierte
rumstanden, haben wir uns entschlossen den Ausflug vorzeitig zu beenden und
einen Uber zurück zu nehmen. Im Hostel angekommen haben wir uns auf die
wunderschöne Dachterrasse gesetzt und wollten ein wenig planen, was wir die
nächsten Tage und Wochen machen würden. Dabei haben wir eine ganz süße
Kolumbianerin kennengelernt, die uns gesagt hat, dass wir die falsche Seite von
Medellín erkunden wollten und dass wir beim nächsten Ausflug in die andere
Richtung laufen sollten. Nach einem Mojito haben wir uns dann entschlossen noch
einmal loszuziehen, um Wasser zu kaufen und etwas zu essen. Das Essen war
unheimlich teuer, aber auch sehr lecker und recht nah an unserem Hostel in einer
schönen Gegend. Nach einem kurzen Weg im warmen Regen nach Hause sind wir dann
direkt ins Bett gegangen. Den Tag darauf haben wir eine Tour mit Guide nach
Guatape gemacht. Es ging direkt un 7:00 Uhr los und wir wurden am Hostel
abgeholt. Zuerst gab es ein Frühstück in den Bergen, wo wir direkt ein deutsches
Paar aus Stuttgart kennengelernt haben. Der Typ kam ursprünglich aus Bogota,
lebt aber mit seiner Freundin seit 7 Jahren in Deutschland und konnte daher sehr
gut deutsch sprechen. Nach dem Frühstück haben wir dann erstmal in einer kleinen
Stadt für eine Viertelstunde Freizeit gehabt und konnten dort eine Kirche und
einen kleinen Markt anschauen. Dann ging es schon auf den riesogen Berg, den wir
dann auch direkt bestiegen haben. Nach etwa 650 Treppen haben wir oben eine
wunderschöne Aussicht auf die Landschaft mit vielen kleinen Kanälen genoßen. Es
hat sich also definitiv gelohnt! Unten angekommen gab es erstmal ein Bier und
eine kleine Verschnaufspause. Dann ging es weiter mit dem Bus in eine weitere
kleine Stadt, wo wir erstmal zu Mittag gegessen haben. Nach dem Essen ging es
auf eine Bootstour, wo wir die Landschaft bestaunen durften und eins von Pablo
Escobars Anwesen, welches sehr heruntergekommen und zerstört war. Damit war die
Tour dann auch schon beendet und wir wurden noch zurück ins Hostel gefahren.
Nach einer kleinen Verschnaufspause haben wir uns entschlossen im Hostel direkt
noch eine Kleinigkeit zu essen und sind dann auch bereits ins Bett gegangen. Am
nächsten Tag haben wir uns entschlossen unseren Aufenthalt um eine Nacht im
Viajero zu verlängern. Das ging "leider" nur noch im Privatzimmer, welches
jedoch sehr teuer war. Nichtsdestotrotz haben wir die Nacht gebucht und sind
dann, diesmal mit einem Uber, zum Museum von Pablo Escobar gefahren. Dort haben
wir erstmal eine Tour durch die Stadt gemacht, auf der uns das Haus seiner
Mutter, das Grab von ihm und seiner Familie, ein paar Häuser, in denen er Geld
versteckte, Drogen herstelle und Leute gefangen hielt und so halb auch das
Gefängnis, in dem er "inhaftiert" war, gezeigt wurde. Das Gefängnis befindet
sich umschlossen von Bergen sichtgeschützt neben Medellín. Zurück von der Tour
haben wir innerhalb des Museums nochmal ein paar zerschossene Autos von ihm
gesehen, einen zerstörten Flieger und auch seine Safespots, falls das Haus
überlaufen werden würde. Von dort aus ging für uns nach ein kurzen Stop in einem
Restaurant wieder zurück ins Hostel, wo wir auf der Dachterrasse noch ein wenig
geplant und recherchiert haben. Danach ging es auch schon zum Flughafen, ab nach
Cartagena. Die Stadt Medellín sieht sehr interessant aus und sicher kann man
dort auch ganz gut feiern gehen, jedoch haben wir uns zeitweise nicht so super
sicher gefühlt, was den Aufenthalt etwas beschwert hat. Ansonsten kann man hier
in einer etwas größeren Gruppe aber sicher eine tolle Zeit haben.